
„Warum eigentlich nicht auf einem Dampfer?“ – Petra Henke, Thomas und eine Hochzeit in Bewegung
Eine persönliche Geschichte über Liebe, Arbeit, Vertrauen – und die klare Trennung zwischen Beruf und Ehe.
Petra Henke ist seit 1998 Teil der Weißen Flotte. Thomas, ihr Mann, begleitet sie durchs Leben schon deutlich länger. Bewegung war also immer da – beruflich wie privat.
Als die Entscheidung fiel zu heiraten, war schnell klar: Eine klassische Feier an einem festen Ort passt nicht zu ihnen. Zu wenig Bewegung. Zu wenig Elbe. Zu wenig Alltag.
Die Idee, auf einem PD zu feiern, entstand nicht aus Romantik, sondern aus Logik.
Aus dem Leben heraus. Petra fragte intern nach, das Standesamt spielte mit – und plötzlich fügte sich alles.
Die Trauung fand klassisch statt. Die Gäste liefen über das Blaue Wunder zum Anleger – der lag damals noch in Loschwitz. Die Braut wurde chauffiert. Details, die man später schmunzelnd erzählt.
An Bord des PD ging es elbaufwärts. Kleine Runde. Familie. Kaffeehausmusik. Drei Stunden später zurück – dann stiegen Freunde, Kollegen und Wegbegleiter zu. Es gab italienisches Buffet, Gespräche, Lachen. Und etwas, das es auf einem PD eigentlich nicht gibt: eine Tanzfläche. Die Crew schuf sie kurzerhand selbst. Bänke gelöst. Fläche eingebaut. Damit getanzt werden konnte. Nicht geschniegelt. Nicht inszeniert. Sondern verteilt, in Bewegung – genau wie Petra und Thomas selbst.
Am Abend legte der PD am Terrassenufer an. Weitere Gäste kamen dazu. Petra sagt heute, sie habe gefühlt mit jedem getanzt. Und doch ist es Thomas, der in dieser Geschichte den vielleicht wichtigsten Satz sagt. Einen Satz, der alles einordnet: Wenn mein Einsatz für das Unternehmen mal wieder zu groß wird – „.. auch wenn wir auf einem Dampfer geheiratet haben – Du bist in allererster Linie mit mir verheiratet und nicht mit der Firma.“
Dieser Satz ist kein Gegenpol zur Weißen Flotte. Er ist ihr Fundament. Denn genau dort, wo Menschen ihren Beruf lieben dürfen, muss auch klar sein, wo das Private beginnt. Diese Hochzeit war kein Symbol für Arbeit. Sie war ein Zeichen für Vertrauen. Für Balance. Und für ein Leben, das sich nicht trennen lässt – aber sehr wohl ordnen kann.
Manchmal fährt das Leben PD.
Und manchmal weiß man genau, wo man anlegt.