
Salonfähig in Zahlen – die Restauration des Motorschiffes „Gräfin Cosel“ 2024
Der Name verpflichtet, die Nutzung entscheidet. Anfang 2024 wird das Motorschiff „Gräfin Cosel“ in der Werft Dresden-Laubegast modernisiert. Was dafür nötig ist, lässt sich am besten in Zahlen erzählen.
Das Motorschiff „Gräfin Cosel“ trägt einen Namen, der für Präsenz und Salon steht. Genau darum geht es bei dem Umbau im Jahr 2024 – nicht um historische Anspielungen, sondern um zeitgemäße Nutzung. Salonfähig bedeutet hier: funktional, sicher, vielseitig und klar gestaltet. Was das konkret heißt, zeigt der Umbau in Zahlen.
In der ersten Januarwoche 2024 verschwindet das Motorschiff „Gräfin Cosel“ aus dem Fahrbetrieb. Der Umbau beginnt unmittelbar nach dem Jahreswechsel in der Werft Dresden-Laubegast. Geplant sind rund vier Monate Arbeit – mit einem festen Ziel: Am 1. Mai soll das Motorschiff „Gräfin Cosel“ bei der Flottenparade zur Saisoneröffnung wieder fahren.
Zunächst wird geräumt. Mobiliar, Cateringtechnik, Kühlgeräte, Geschirr, Gläser und Besteck verlassen das Motorschiff „Gräfin Cosel“. Auch die Weihnachtsdekoration wird abgebaut. Übrig bleibt ein leerer Rumpf – die Voraussetzung für präzise Arbeit.
Die Dimensionen des Projekts sind klar:
75 Meter Länge, knapp 11 Meter Breite, rund 580 Tonnen Gewicht. Der maximale Tiefgang liegt bei 97 Zentimetern. Angetrieben wird das Motorschiff „Gräfin Cosel“ von zwei Dieselmotoren mit jeweils 500 PS. Ein Schiff dieser Größe lässt sich nicht nebenbei modernisieren – der Umbau folgt einem detaillierten Ablaufplan.
An jedem Werktag arbeiten im Schnitt rund 20 Fachkräfte in und an dem Motorschiff „Gräfin Cosel“. Erneuert werden alle vier Innenräume des Motorschiffes. Sie erhalten neue Nutzungskonzepte, neue Möbel und eine klare funktionale Gliederung. Nach dem Umbau bietet das Motorschiff „Gräfin Cosel“ insgesamt 473 Plätze in Innenräumen und auf dem Sonnendeck.
Auch technisch wird grundlegend gearbeitet. Das Motorschiff „Gräfin Cosel“ erhält eine komplett neue Abwasseranlage. Der Brandschutz wird deutlich verbessert: Erstmals wird eine Sprinkleranlage eingebaut. Zusätzlich werden die Schottelantriebe ausgebaut und nach zehn Jahren Betrieb überholt. Im Hecksalon entstehen neue Fenster – dort, wo künftig das Lounge Café genutzt wird.
Außen wird das Motorschiff „Gräfin Cosel“ neu lackiert. Schwarz und Weiß prägen künftig das Erscheinungsbild und verweisen bewusst auf das neue, reduzierte Raumkonzept im Inneren.
Der Zeitplan ist eng. Ein kurzfristig gesunkener Elbepegel ermöglicht es sogar, das Motorschiff „Gräfin Cosel“ einen Tag früher als geplant auf die Helling zu holen. Für Mannschaft, Catering-Team und Technik ist das eine logistische Herausforderung – die gemeinsam bewältigt wird. Der Umbau liegt zu diesem Zeitpunkt bereits leicht vor Plan.
Die geplanten Umbaukosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro pro Salonschiff. Das Motorschiff „Gräfin Cosel“ ist das erste von zwei Motorschiffen, die modernisiert wurden. Das Motorschiff „August der Starke“ wurde im Jahr 2025 ebenso komplett modernisiert.
Salonfähig bedeutet hier nicht Rückblick, sondern Vorbereitung. Das Motorschiff „Gräfin Cosel“ kehrt nicht verändert zurück, sondern erneuert – bereit für den Betrieb, für neue Nutzungen und für die kommenden Jahre auf der Elbe.
Einfach Ticket buchen und mitfahren, vielleicht sind Sie ja dannach genauso verliebt wie der Kapitän. Hier die Geschichte:
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