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100 Jahre PD Dresden – Ein Schiff feiert mit seiner Stadt

„Wenn der Personendampfer „Dresden“ im Jubiläumsjahr 2026 zu seiner Fahrt aufbricht, ist es mehr als ein Termin im Fahrplan. Es ist der Moment, an dem ein Schiff hundert Jahre Dresdner Geschichte sichtbar macht. Seit 1926 trägt die „Dresden“ ihren Namen unverändert am Bug und wurde damit zu einem Dampfer, der für viele Menschen mehr ist als ein Verkehrsmittel. Ein Schiff, das Stadtbild, Erinnerungen und Elbkultur geprägt hat.

An diesem Tag wird man an Bord und am Ufer spüren, dass ein Jubiläum nicht nur gefeiert, sondern erlebt wird. Die Gäste steigen ein, während die Schaufelräder langsam anlaufen. Das Deck füllt sich mit Stimmen, Gläsern, Erwartung. Sektkorken knallen, nicht laut, aber hörbar genug, um zu zeigen: Dies ist ein besonderer Anlass. Menschen kommen zusammen, um ein Schiff zu ehren, das Generationen getragen hat.

Wenn der Personendampfer „Dresden“ vom Anleger löst, zeigt sich die Stadt aus einer Perspektive, die seit 1926 nahezu unverändert geblieben ist. Die Elbe bildet den Weg, die Brücken werden zu stillen Begleitern, und die Ufer erzählen ihre eigenen Geschichten. Während die Fahrt beginnt, können die Gäste erahnen, wie oft dieses Schiff diese Strecke bereits gefahren ist – in unterschiedlichen Zeiten, mit unterschiedlichen Aufgaben, aber immer mit demselben Namen.

Vorbei an Laubegast, der Werft, in der er gebaut wurde, entsteht ein subtiler Moment. Kein gesprochenes Wort, aber ein gedanklicher Gruß: Hier begann 1926 seine Reise. Hier wurden die letzten Dampfer dieser Generation gefertigt, bevor eine neue Zeit anbrach. Die Werft ist Teil ihres Ursprungs, und an diesem Jubiläumstag wirkt sie wie ein fester Punkt im Fluss der Erinnerungen.

Weiter entlang der Elbe zeigt sich, wie viele Begegnungen dieses Schiff erlebt hat. Familienausflüge, Festtage, Linienfahrten, Schulgruppen, Gäste aus aller Welt. Der Personendampfer „Dresden“ war immer sichtbar, stets präsent im Stadtbild – und blieb gleichzeitig ein stiller Begleiter des Alltags. Ihr Name wurde nie gewechselt, nie angepasst, nie ersetzt. Das verleiht ihr eine besondere Kontinuität, die heute selten geworden ist.

An diesem Jubiläumstag stehen am Ufer Menschen, die einen Moment ihrer Stadtgeschichte sehen wollen: einen Dampfer, der ein Jahrhundert überstanden hat und für viele ein vertrauter Teil Dresdens ist. Manche winken, manche fotografieren, manche bleiben einfach stehen und schauen zu. Es entsteht ein leises Miteinander zwischen denen an Bord und denen am Rand der Elbe. Ein gemeinsamer Blick auf ein Schiff, das die Stadt seit so langer Zeit begleitet.

An Deck wird dieser Gedanke spürbar. Nicht in großen Reden, sondern im Erleben selbst. Die Fahrt ist die Feier. Die Strecke ist die Geschichte. Die Stadt ist der Rahmen. Und der Dampfer ist das Bindeglied, das all dies zusammenhält.

Wenn die Fahrt sich ihrem Ende nähert, hat sich nichts Dramatisches ereignet – und genau das macht das Jubiläum so eindrucksvoll. Ein Schiff, das sich über hundert Jahre bewährt hat, fährt wie an jedem anderen Tag. Doch in der Wahrnehmung der Gäste und der Menschen am Ufer entsteht ein Moment, der zeigt, wie beständig ein Name und ein Schiff sein können.

Der Personendampfer „Dresden“ kehrt an seinen Anleger zurück.
Hundert Jahre alt, und zugleich mitten im Leben seiner Stadt.
Ein Dampfer, der Geschichte nicht ausstellt, sondern fährt.

Und alle, die an diesem Tag dabei sind – an Bord oder am Ufer – werden Teil eines Jubiläums, das nicht gefeiert werden muss, um bedeutend zu sein.
Es ist einfach da. So wie die „Dresden“ selbst.“

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